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Donnerstag

Ground Zero der Seele








Namaste! Hinfallen, aufrappeln, Krone richten und weitergehen - wenn das so einfach wäre. Dass Hinfallen jedenfalls nicht unbedingt das Ende, sondern ein großer Anfang sein kann, das erfuhr ich vor drei Jahren am eigenen Leib. Mehr als 365 Tage nach meinem D-Day schrieb ich 2016 diesen sehr persönlichen Rückblick.

Das Ende für die Raupe war der Anfang für den Schmetterling - doch fliegen ist noch immer nicht leicht.



















Mittwoch

Schade oder gottseidank: Nichts bleibt, wie es ist

Namaste! Es gibt Augenblicke, in denen würden wir gerne die Pause-Taste drücken, möglichst lange darin verweilen, sie auskosten. Wie schön wäre es doch, wenn alles genauso bleiben könnte, wie es in diesem perfekten Moment ist. Doch wir können den Fluss des Lebens nicht aufhalten.  

Nichts bleibt, wie es ist. 

So schade das für die schönen Augenblicke, die wir gerne festhalten würden, aber nicht können, ist - so beruhigend ist diese Erkenntnis für Zeiten, in denen es uns schlecht geht. 

Wir wissen nicht, wie die Zukunft aussieht. Doch eines ist gewiss: Anders als die Gegenwart.








Sonntag

Jede Sackgasse ist zugleich dein Ausweg


Namaste! Als ich dieses Sackgasse-Schild an einem Waldesrand entdeckte, musste ich angesichts des Paradoxums lachen: Mitten in der Weite der Natur will mir ein von Menschen gemachtes Schild weismachen, dass hier der Weg aufhört?! Schnell hatte ich die Lektion des Moments verstanden: Es gibt keine Sackgassen im Leben, es sind nur Fata Morganas unserer Vorstellung oder Gefühlswelt. Grenzen setzen wir uns immer nur selbst, somit können wir sie auch jederzeit sprengen. 

Es gibt immer und zu jeder Zeit einen Ausweg - die Frage ist nur, ob wir ihn in dem Moment sehen können bzw. wollen. Manchmal müssen wir den Karren halt erst einmal aus dem Dreck ziehen oder ihn stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Doch wir können uns sicher sein: Es geht immer weiter, es gibt einen Weg!



Donnerstag

Angst ist nur ein (Hirn-)Gespinst


Namaste! Angst essen Seele auf - und wie! Angst ist wie eine erstickende Rauchwolke, die sich um uns legt. Sie lässt uns die Hand vor Augen nicht mehr sehen geschweige denn eine Perspektive. Sie nimmt uns die Luft zu Atmen und schnürt unsere Kehle zu, legt uns ein Korsett an und zieht immer fester zu. Sie lähmt uns, lässt uns erstarren zu Stein. Sie beherrscht uns und nimmt uns alles: die Lebensfreude, jegliche Kraft, das Vertrauen in uns selbst und andere, unser Lachen und Funkeln in den Augen. 

Und doch ist sie mit einem Finger Schnippen zu bezwingen. Wenn wir uns trauen, den ersten Schritt zu gehen. Wenn wir nicht stehen bleiben vor der unbezwingbar scheinenden Steilwand - den nächsten Schritt immer vor Augen, konzentriert auf uns selbst und nicht das Gespenst. Sieh es nicht an, nimm allen Mut zusammen, spür deine Kraft und geh durch! Es wartet eine große Belohnung: Du wächst über dich hinaus, trägst die Krone wieder gerade auf dem Kopf - und die Angst verpufft.