Posts mit dem Label Entwicklung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Entwicklung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag

Hast du dich heute schon innerlich gewürgt?


Namaste! Manchmal wirft uns das Leben einfach Prügel zwischen die Beine, für die wir gar nichts können. Die Schuld suchen wir dennoch meist bei uns - und sind somit nicht nur gewaltig unfair gegenüber uns selbst, sondern oft auch richtig böse, brutal, mörderisch. So wie wir zu anderen Menschen nie sein würden. Wir sind regelrechte Folterknechte, wenn es darauf ankommt.

Doch das erste Prinzip des ersten Pfads im Yoga, die oberste Grundregel quasi, heißt Ahimsa: Gewaltlosigkeit. Und die gilt zu allererst auch uns selbst gegenüber. 

Also hör auf, dich gedanklich zu würgen!





Mittwoch

Die Krux des Loslassens



Namaste! Wir haben Angst vor Abgründen, von denen wir gar nicht wissen, ob es sie überhaupt gibt. Gerne sorgen wir uns um die sprichwörtlichen ungelegten Eier. Wir vergeuden Kraft, weil wir uns festklammern, nicht loslassen können. Unter anderem mit diesem verzweifelten Festhalten an der vermeintlichen Kontrolle und der Angst vor dem Ungewissen habe ich mich in ein Burnout manövriert. 
Bereits ein halbes Jahr vor meinem großen Zusammenbruch fand ich eine Weisheitsgeschichte, deren Wahrheit ich später am eigenen Leib erfahren sollte. Diese will ich heute mit euch teilen. 

Diese Geschichte soll ein Beispiel sein dafür, dass wir mit Hingabe und Vertrauen angstfrei und mit Leichtigkeit unser Zuhause finden können - und dass wir erst dann wieder aufstehen können, wenn wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. Doch zuerst müssen wir lernen, wieder zu vertrauen.


Donnerstag

Ground Zero der Seele








Namaste! Hinfallen, aufrappeln, Krone richten und weitergehen - wenn das so einfach wäre. Dass Hinfallen jedenfalls nicht unbedingt das Ende, sondern ein großer Anfang sein kann, das erfuhr ich vor drei Jahren am eigenen Leib. Mehr als 365 Tage nach meinem D-Day schrieb ich 2016 diesen sehr persönlichen Rückblick.

Das Ende für die Raupe war der Anfang für den Schmetterling - doch fliegen ist noch immer nicht leicht.



















Mittwoch

Nature takes, nature gives


Namaste! Die Natur hat uns so viel zu sagen. Gleich einem stillen, unglaublich geduldigen Lehrmeister führt sie uns Weisheiten vor Augen. Erkennen müssen wir sie jedoch selbst. 

Bei meinem Ausflug auf den Dreisessel habe ich einiges gelernt:
1. Nature takes, nature gives - es liegt nicht in unserer Hand, also gib dich hin!
2. Spuren der Zerstörung sind nicht hässlich und erzählen gleich Narben von überstandenen Widrigkeiten.


Montag

Du bist unverwundbar!



Namaste! In der Psychotherapie gibt es eine beliebte Übung: der sichere Ort. Dabei wird mit der Vorstellung eines solchen Ortes in uns gearbeitet, an den wir immer zurückkehren können, wenn wir an unseren Traumata arbeiten oder uns Emotionen zu überschwemmen drohen. Eine innere Zuflucht.

Wie passend, dass man im Yoga auch davon ausgeht, dass unser innerster Kern, unser wahres Ich, sicher an solch einem Ort ist. Unberührbar von allem außen, damit unverwundbar. Leiden passiert auf der körperlichen oder psychischen Ebene. Das Innerste ist und bleibt heil! 

Eine unglaublich tröstliche Vorstellung…








Donnerstag

Schweigen ist nichts für Feiglinge


Namaste! Die Stille ist nicht Abwesenheit von Klang, Stille heißt in Einklang mit der Welt zu sein! 

Ich bin zurück von meinem ersten Schweige Retreat. Ich gebe zu, ich hatte Respekt davor. Doch ich war auch gespannt, wie uns die renommierte Yogalehrerin Helga Simon-Wagenbach führen würde.

Meine Erkenntnisse in Kürze: In mir ist ein innerer Raum einem Universum gleich, mein Geist ist ein hyperaktives Springgankerl und im Außen leise kann im Innen ganz schön laut sein.


Sonntag

Die Raupe trainiert für ihren Schmetterlingstanz



Namaste! Ihr fragt euch, warum ihr in gewissen Situationen steckt und nicht weiterkommt? Warum ihr euer Leiden zwar erkannt und bis ins Detail analysiert habt, aber euch nicht daraus befreien könnt? Den Spruch "Als die Raupe glaubte, die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling" habt ihr jetzt schon öfter bei mir gelesen. Bis es zu dieser Geburt des Schmetterlings kommt, sind jedoch Anstrengung und auch Schmerzen nötig. Veränderung braucht Kraft, Transformation geht schrittweise. Jeder einzelne Schritt, jeder Schmerz ist unabdingbar, ist Training für das Leben, was danach kommt - und irgendwann ist der Schmetterling kräftig genug, um in den Himmel zu fliegen und
im Wind zu tanzen. 



Jede Sackgasse ist zugleich dein Ausweg


Namaste! Als ich dieses Sackgasse-Schild an einem Waldesrand entdeckte, musste ich angesichts des Paradoxums lachen: Mitten in der Weite der Natur will mir ein von Menschen gemachtes Schild weismachen, dass hier der Weg aufhört?! Schnell hatte ich die Lektion des Moments verstanden: Es gibt keine Sackgassen im Leben, es sind nur Fata Morganas unserer Vorstellung oder Gefühlswelt. Grenzen setzen wir uns immer nur selbst, somit können wir sie auch jederzeit sprengen. 

Es gibt immer und zu jeder Zeit einen Ausweg - die Frage ist nur, ob wir ihn in dem Moment sehen können bzw. wollen. Manchmal müssen wir den Karren halt erst einmal aus dem Dreck ziehen oder ihn stehen lassen und zu Fuß weitergehen. Doch wir können uns sicher sein: Es geht immer weiter, es gibt einen Weg!



Freitag

Der Super-Yogi steckt in dir


Namaste! Es ist ganz schön schwer, ein Yogi zu sein - nein, ist es nicht! Ein Yogi isst kein Fleisch und ist zu allen Lebewesen (Menschen eingeschlossen) nett, ein Yogi urteilt nicht, ein Yogi hat keine Erwartungen, ein Yogi kann durch Meditation sein Gedankenkarussel stoppen, ein Yogi lässt sich von seinen Mitmenschen nicht beeinflussen, ein Yogi hat keine Zukunftsängste und lebt ganz im Jetzt usw usw. 

Das alles erscheint euch unerreichbar und deshalb abschreckend? Ertappt, das sind eure eigenen Ansprüche, die euch das Yogi-Leben schwer machen. Euer Buddha-Frosch erhebt sicher keinen mahnenden Zeigefinger:-) Die hehren Ideen der Philosophie sollen nur anspornende Ziele sein, mit denen mehr Leichtigkeit ins Leben einziehen kann. Dabei ist keine Rede von einer To-Do-Liste, die auf dem Weg zum perfekten Yogi abgehakt werden muss.

Yoga beginnt bei der Erkenntnis - jeder Moment, in dem ihr euch begegnet und euer Verhalten im Sinne der Yoga-Philosophie reflektiert, ist yogisch und unglaublich kostbar für eure Entwicklung.




Donnerstag

Angst ist nur ein (Hirn-)Gespinst


Namaste! Angst essen Seele auf - und wie! Angst ist wie eine erstickende Rauchwolke, die sich um uns legt. Sie lässt uns die Hand vor Augen nicht mehr sehen geschweige denn eine Perspektive. Sie nimmt uns die Luft zu Atmen und schnürt unsere Kehle zu, legt uns ein Korsett an und zieht immer fester zu. Sie lähmt uns, lässt uns erstarren zu Stein. Sie beherrscht uns und nimmt uns alles: die Lebensfreude, jegliche Kraft, das Vertrauen in uns selbst und andere, unser Lachen und Funkeln in den Augen. 

Und doch ist sie mit einem Finger Schnippen zu bezwingen. Wenn wir uns trauen, den ersten Schritt zu gehen. Wenn wir nicht stehen bleiben vor der unbezwingbar scheinenden Steilwand - den nächsten Schritt immer vor Augen, konzentriert auf uns selbst und nicht das Gespenst. Sieh es nicht an, nimm allen Mut zusammen, spür deine Kraft und geh durch! Es wartet eine große Belohnung: Du wächst über dich hinaus, trägst die Krone wieder gerade auf dem Kopf - und die Angst verpufft.


Sonntag

Funktionierst du noch oder lebst du schon?


Namaste! Wer bin ich eigentlich, wer soll ich sein und wie sehen mich andere, wie sollen sie mich sehen? Was will ich, was glaube ich zu wollen und was soll ich wollen? Was ist mir wichtig im Leben, was wollen andere, dass mir wichtig ist? Es ist wohl schnell klar, dass diese Fragen von den meisten nicht spontan beantwortet werden können. Ich gehörte lange Zeit zu denjenigen, die darauf teils gar keine Antwort wussten, zumindest auf die mit dem Verb "Wollen".

In den vergangenen Monaten habe ich viel Swadhyaya betrieben, ihr habt auf Let there be OM auch schon von diesem Sanskrit-Begriff für Selbststudium gehört. Es gehört zu den Niyamas, den yogischen Verhaltensregeln im Umgang mit sich selbst.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse war für mich: Ich will leben, nicht länger funktionieren! Was der Unterschied ist?




Donnerstag

Aufmerksamkeit lenkt Energie

Namaste! Es gibt in der Kinderpsychologie eine Übung, die heißt "Schwarzer Gedanke, bunter Gedanke". Mist, es regnet - juhu, da kann man in die Pfützen hüpfen. Den Blumenkohl mag ich nicht - mmmh, danach gibt es meinen Lieblingspudding. Ich will nicht schon wieder ins Krankenhaus - zum Glück sind die Schwestern dort nett.

Der Sinn ist denkbar einfach nachvollziehbar: Es geht darum, den Blick auf die positiven Dinge im Leben zu lenken - denn die gibt es immer, selbst in den schwärzesten Stunden. Ich höre die Zweifler: Dann rede ich mir doch alles nur schön! Dem will ich entgegen setzen: Das Schöne ist neben dem Üblen immer schon da - doch es liegt in deiner Hand, ob du das Unkraut oder die Blumen gießt, damit sie wachsen können.

Und selbst auf dem schlechtesten Boden kann mit etwas Licht und Hingabe eine starke Pflanzen wachsen und blühen. Es ist dein Garten - gestalte ihn mit deiner Aufmerksamkeit!





Dienstag

Burning Bridges - Lass es hinter dir!


Namaste! Endgültige Entscheidungen sind nicht einfach. Zu gerne wollen wir uns lieber ein Hintertürchen offen halten, um notfalls wieder zurück zu können. Die Angst klammert sich an unser Bein. Wir binden uns weiter an das, was wir eigentlich loslassen wollen. Das hält uns zurück, mit neuem Schwung weiterzugehen und Dinge einfach mal hinter uns zu lassen. Man kann nicht mit einem Bein eine Reise in unbekannte, spannende Länder tun und mit dem anderen in gewohnter Umgebung bleiben. Wenn wir uns nur immer so weit fort trauen, dass wir gleich wieder zurückkönnen, ist es, als würden wir in einem Freilaufgehege leben. So werden wir nie erkennen, welch großartige Möglichkeiten wir außerhalb hätten.
Wir müssen die Brücken hinter uns einreißen, um uns selbst den Weg abzuschneiden. Pack deinen Rucksack und schau nach vorne!


Ich und neue Wege - eine Hassliebe


Namaste! Ich gebe es zu, ich bin ein Feigling, Heimscheißer und hasse Veränderungen. Zumindest ein Teil von mir. Der andere sehnt sich in ferne Länder, liebt neue Herausforderungen und rennt auch einfach mal ins Unbekannte los - ohne Fangnetz und doppelten Boden. Diese Gegensätze wachsen sich gerne zu brutalen, inneren Kämpfen aus.


In diesen Situationen ist besonders geraten, Abstand zu den Kampfhähnen zu bekommen. Sei Beobachter und lerne unglaublich viel über dich selbst!

Samstag

Und täglich grüßt die Erleuchtung



Namaste und willkommen auf meinem Blog! 
Die Erleuchtung ist schier in mich gefahren. Das passiert mir öfter, seitdem ich versuche, nicht wie eine Biene von Blume zu Blume zu hüpfen und nur fleißig meiner Arbeit nachzugehen. Ich will sämtliche Schönheit der Blumen, ihre bunten Farben, ihren Duft wahrnehmen. Denn das ist das Leben und nicht der volle Honigtopf am Schluss. Und diese Erkenntnisse will ich künftig hier mit euch teilen. Wie sagt einer meiner Yoga-Lehrer so schön: 
Viel Spaß beim mehren der Erkenntnisse! 
Und natürlich: Let there be OM!

Umso schöner, dass die erste Erkenntnis, die ich hier mit euch teilen möchte, mir tatsächlich von Blumen 
geschenkt wurde: 
Du hast alles, was du brauchst um zu wachsen, in dir!