Freitag, 21. April 2017

Geht nicht, gibt's nicht


Namaste! Hast du dich auch schon einmal gefragt, wie es ein Löwenzahn schafft, zwischen noch so kleinen Ritzen im Asphalt zu blühen? Oder wie es sein kann, dass Bäume auf Felsbrocken wachsen? Ganz einfach: Sie wissen nicht, dass es nicht gehen könnte. 

Die meisten Grenzen bestehen nur in unserem Kopf. Zugegeben, es ist nicht leicht, diese Mauern einzureißen - aber es geht und bringt uns unseren Zielen und Träumen näher. 

Geht nicht, gibt's nicht - wenn du erkennst, dass du Maurer und Abrissbirne in Personalunion bist, kannst du alles schaffen.







Das Geheimnis des Erfolgs
Kennst du Oma Toppelreiter? Ihre Geschichte beweist, dass man alles schaffen kann - egal wie alt man ist, egal in welchem Loch man gerade feststeckt. Nach einem ziemlich beschaulichen, einfachen Leben ist Oma Toppelreiter mit 90 noch ziemlich berühmt geworden. Die Niederösterreicherin verlor ihre Mutter einige Wochen nach der Geburt und ihren Vater als Jugendliche. Nicht nur deswegen hatte sie nie ein einfaches Leben: Das Geld war oft knapp. Fast ihr ganzes Leben lang lebte sie als Hausfrau, Mutter und Großmutter sparsam und eher vorsichtig, wenn nicht sogar ängstlich. Nachdem Oma Toppelreiter ihren Mann nach 62 Ehejahren verlor, fiel sie in ein tiefes Loch.

Ihr Enkel Michael war es, der ihr nach mehr als einem halben Jahr mit einer provokanten Frage zu einem radikalen Lebenswandel verhalf: „Entscheide dich, ob du leben oder sterben willst.“ Nach einem kurzen Schock war für Oma Toppelreiter klar: Sie will leben. Daraufhin schlug Michael einen Atlas auf. Oma sollte entscheiden, an welchen Ort sie die erste Reise ihres Lebens führen sollte. Sie entschied sich für Malta und bestieg mit 87 Jahren erstmals ein Flugzeug. Sie kam auf den Geschmack, bereiste Irland, Frankreich und Italien, entdeckte die Schönheit Spaniens und vor allem auch die einzigartige Stimmung des Pilgerns.

Der „Erstkontakt“ mit Santiago de Compostela erfolgte 2009. Sie sagte zu Michael, der gerade seine erste Pilgerreise zu Fuß hinter sich hatte: „Obwohl der Besuch der Kathedrale für mich etwas ganz großes ist, sehen diese Pilger irgendwie noch glücklicher aus.“ Michael entgegnete ihr: „Natürlich sehen die glücklicher aus, die haben ja auch alle mehrere hundert Kilometer in den Beinen und erreichen in dem Moment ihr wochenlang angestrebtes Ziel.“ Oma wurde in dem Moment ganz andächtig und fragte leise: „Glaubst du, kann ich das auch schaffen?“ Seitdem träumte Oma Toppelreiter davon, selbst die älteste Pilgerin auf dem Jakobsweg zu sein. Sie trainierte auf dem Home-Trainer und ging täglich mehrere Stunden zu Fuß. Und schließlich pilgerte sie mit über 90 Jahren tatsächlich 120 Kilometer auf dem Jakobsweg und erhielt die Pilgerurkunde.

Doch damit nicht genug: Sie schrieb nach ihrer Pilgereise ein Buch mit dem Titel „Mit 90 auf dem Jakobsweg – Wenn nicht jetzt, wann dann?“, reiste für Interviews, Lesungen und Seminare noch ein paar Jahre durchs den deutschsprachigen Raum, lernte sogar noch mit dem Computer umzugehen, um ihren vielen Fans Tipps für ihr Leben zu geben. Ihre Botschaft: Setze dir Ziele und glaub an deine eigene Stärke, dass du sie umsetzen kannst – egal wo du gerade im Leben stehst.

Ein Zwirn hält einen Elefanten auf
Wir haben schon als Kind viel zu oft gehört: Du kannst das nicht, dafür bist du noch zu klein. Und hören es vielleicht auch jetzt: Das geht nicht, das kostet zu viel Geld. Zu den Zweiflern im Außen kommen zudem die teils noch viel strengeren Stimmen in uns. Dann geht es uns wie einem Zirkuselefanten: Als kleiner Elefant wurde er mit einem Seil an einem Pfosten festgebunden. Wenn er dran zog, bremste das Seil seinen Aktionsradius gewaltig ein. Also akzeptierte er: Okay, ich bin hier angebunden und komme nicht los. Doch das Seil, das er als großer Elefant um das Bein gebunden hat, ist immer noch das gleiche - und verhältnismäßig zu seiner Größe und Kraft eigentlich ein dünner Zwirn. Und trotzdem bleibt er dort stehen, versucht gar nicht erst, loszukommen. Schließlich hat er ja gelernt, dass ihn dieses Seil in seiner Bewegungsfreiheit begrenzt. Für Außenstehende ist klar ersichtlich: Wenn er wollte, könnte er sich mit einem kleinen Ruck befreien. Für den Elefanten schränkt dieses Seil jedoch sein ganzes Leben ein. Doch eigentlich ist es gar nicht das Seil, sondern seine Assoziation dazu, seine Gedanken. 

Entlarve deine Hindernisse
Und so bleiben viele Herzenswünsche Träume, große Ziele werden schon im Keim der Idee erstickt. Durchforste einmal deine Träume, Ideen, Herzenswünsche und Ziele. Die Gründe, warum du sie nicht umsetzt, werden dir sofort in den Kopf schießen. Entlarve sie als dünne Bindfäden. Die können dich doch nicht abhalten! Denk an Oma Toppelreiter! 


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